Neben dem Eis engagieren sich Fans und Verantwortliche der Düsseldorfer EG derzeit mit viel Leidenschaft für den Erhalt der Erstklassigkeit der DEG. Das Team hingegen sorgt mit desolaten Leistungen, wie beim heutigen 1:3 gegen die Straubing Tigers, regelmäßig für Negativschlagzeilen.
Torhüter Bobby Goepfert war der einzige Spieler, der nach Spielende von den 3743 Zuschauern mit Sprechchören aufbauende Worte empfing. Immerhin hatte der Amerikaner 31 der 33 Straubinger Torschüsse abwehren können. Dabei wurde er allerdings die meiste Zeit von seinen Vordermännern alleine gelassen, was auch etwa die Hälfte der Partie unbestraft blieb. Einzig in der Schlusssekunde des ersten Spielabschnitts musste Bobby Goepfert hinter sich greifen. Schiedsrichter Christian Oswald verweigerte dem Straubinger Führungstreffer allerdings die Anerkennung, da das Tor erst nach Ablauf der Spielzeit erzielt wurde. Trotz einer desolaten Schussbilanz von 3 zu 14 blieb das erste Drittel somit ohne Tore.
Auch im Mittelabschnitt blieb die DEG in der Offensive blass. Die wenigen Torschussmöglichkeiten endeten meist am Gegenspieler, neben dem Tor oder wurden komplett vergeigt. So musste Straubings Torhüter Barry Brust innerhalb der ersten 40 Spielminuten nur achtmal eingreifen. Bobby Goepfert wurde auf der Gegenseite mehr beschäftigt, konnte aber den Rückstand lange Zeit verhindern. Bezeichnenderweise war es ein Gegentor bei eigener Überzahl, das die DEG in Rückstand brachte. Markus Hundhammer erzielte in der 31. Minute per Konter in Unterzahl das 0:1. Wie man besser das eigene Powerplay aufzieht, zeigten die Tigers sieben Minuten später, als René Röthke auf 0:2 erhöhte.
Nach dem gellenden Pfeifkonzert zur zweiten Drittelpause hatte man mit einer Reaktion des Düsseldorfer Teams gerechnet. Doch bis fünf Minuten vor Spielende kam weiterhin wenig. In der 55. Spielminute brachte Patrick Reimer die Scheibe von der Außenseite per Rückhandschuss aufs Straubinger Tor und erwischte Barry Brust auf dem falschen Fuß. DEG-Trainer Jeff Tomlinson brachte in der Schlussminute einen sechsten Feldspieler für Bobby Goepfert. Doch seine Mannschaft setzte der schlechten Leistung die Krone auf, als Verteidiger Jason Holland beim Versuch das nun entstandene Powerplay aufzuziehen die Scheibe genau auf den Schläger des Straubingers Daniel Sparre spielte. Sparre schickte Sandro Schönberger auf den Weg, der ohne Probleme ins leere Tor traf und die 1:3 Niederlage für die DEG besiegelte.
Am morgigen Montag lädt die Düsseldorfer EG zusammen mit den Toten Hosen zur gemeinsamen Pressekonferenz, um die Details der Zusammenarbeit bekannt zu geben. Bei so viel Einsatz, der derzeit von Fans und Verantwortlichen neben dem Eis gebracht wird, fragen sich die Düsseldorfer Anhänger sicherlich, wie man potenziellen Sponsoren die DEG schmackhaft machen kann, wenn das Team jede positive Meldung mit desolaten Leistungen auf dem Eis wieder zunichtemachte.

Ja, besser kann man die Leistung gestern nicht beschreiben. Wurde in vielen Spielen zu Recht auf fehlendes Scheibenglück hingewiesen, weil die vielen Chancen nicht verwandelt wurden, so zeigte die gestrige Leistung, wie es um die Mannschaft bestellt ist. Our colours have quit. Auch wenn es spielerisch nicht läuft, so darf man in einem Heimspiel nicht so auftreten. Kämpfen und körperlicher Einsatz ist das Mindeste was der zahlende Zuschauer verlangen kann. Da klingt der Hinweis der Nr. 23 auf Unterstützung statt Pfiffe wie ein Hohn. Erst muss die gesamte Mannschaft zeigen das sie will – nicht nur Bobby G.
So werden auch die pre-playoffs verspielt. Die Zeichen stehen auf Untergagn.