Nach 14 Minuten lag die Düsseldorfer EG am Sonntag bei den Nürnberg Ice Tigers bereits mit 0:3 in Führung. Dennoch wurde es am Ende ein Zittersieg, nachdem die Gastgeber auf 2:3 herankamen. Mit 500 DEG-Fans aus dem Sonderzug im Rücken gelang den Rheinländern schließlich doch der Sieg.

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Nach dem Straßenbahnderby gab es in Düsseldorf viele negative Kommentare zum Spiel der Düsseldorfer EG. Fehlende Leidenschaft und Durchschlagskraft wurde den Spielern von Trainer Jeff Tomlinson vorgeworfen. Vor 4.729 Zuschauern in der Nürnberger Arena zeigte das Team dann genau das Gegenteil und überrannte die Gastgeber im ersten Spielabschnitt. Derek Dinger in der 6., Patrick Reimer in der 12 und Daniel Kreutzer in der 15. Minute brachten die Düsseldorfer mit 0:3 in Front und ließen die mitgereisten DEG-Anhänger jubeln. Patrick Reimer, der an allen drei Toren beteiligt war, aber in der kommenden Saison bei den Nürnbergern die Schlittschuhe schnüren wird, wurde ganz speziell von den knapp 500 Sonderzugfahrern gefeiert. „Patrick, die sind zu schlecht für dich“, hallte es durch die Nürnberger Arena.
Die Gastgeber reagierten in der ersten Pause und tauschten Torhüter Patrick Ehelechner gegen Tyler Moss aus. Der bekam schließlich auch nicht mehr viel zu tun. Gerade einmal 12 Torschüsse der DEG folgten in den anschließenden 40 Spielminuten. Drei weniger, als in den ersten 20 Minuten. Tomlinsons Team setzte fortan auf Defensive und lief damit nach dem 1:3 von Adrian Grygiel in der 28. Minute und dem frühen 2:3 von Alexander Oblinger im Schlussdrittel (42.) Gefahr, den sichergeglaubten Sieg noch aus der Hand zu geben.
Was im Sonderzug geschieht, bleibt auch im Sonderzug
Die DEG hielt die Führung und feierte schließlich mit der Anhängerschaft den Sieg. Zunächst noch aus sicherer Entfernung vom Eis, eine gute Stunde später dann gemeinsam mit den Fans im Sonderzug. Dort präsentierten sich die DEG-Spieler einmal mehr als „Stars zum Anfassen“. Weitere Details nennen wir hier verständlicherweise nicht, denn „was im Sonderzug geschieht, bleibt auch im Sonderzug“.
Mit dem Sieg hält die DEG Anschluss an die Top-6, die zur direkten Play-Off-Teilnahme berechtigen. Am kommenden Dienstag sind die Eisbären aus Berlin zu Gast im ISS Dome (Spielbeginn: 19:30 Uhr).