Mit einem hart erkämpften 4:3 bezwang die Düsseldorfer EG am Dienstagabend den Tabellenführer Eisbären Berlin. Viermal ging die DEG dabei in Führung. Torhüter Bobby Goepfert sicherte gemeinsam mit einer hart arbeitenden Düsseldorfer Truppe im Schlussdrittel den Sieg.
Einmal mehr in der laufenden Saison feierten die 4.175 Zuschauer im Düsseldorfer ISS Dome Schlussmann Bobby Goepfert nach Ende der heutigen Partie gegen die Eisbären Berlin. Auch wenn der Amerikaner mit einigen tollen Paraden seinen Teil zum 4:3-Sieg gegen den Tabellenführer aus der Hauptstadt beitrug, war es insgesamt eine herausragende kämpferische Teamleistung, die den Erfolg möglich machte. Vor allem in den letzten 10 Spielminuten schienen die Düsseldorfer Spieler den entscheidenden Schritt mehr zu machen. So überstand das Team von Jeff Tomlinson sogar ein dreiminütige Unterzahlspiel kurz vor Schluss, nachdem Verteidiger Andy Roach von den Schiedsrichtern Lars Brüggemann und Markus Krawinkel vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Roach hatte den Berliner T.J. Mulock mit seinem Schläger im Gesicht getroffen. Mulock wurde blutend in die Kabine geführt. Der DEG-Verteidiger kassierte eine fünf Strafminuten und eine Spieldauerdisziplinarstrafe.
Die DEG fand gegen den Spitzenreiter der Liga schnell in die Partie. Tyler Beechey verwertete einen ansehnlichen Querpass von Connor James bereits nach zweieinhalb Minuten zum 1:0. Doch die Hintermannschaft ließ sich wieder einmal zu leicht überrumpeln. Mads Christensen hatte bei seinem 1:1 in der 6. Minute genauso leichtes Spiel, wie Barry Tallackson beim 2:2 in der 17. Minute. Patrick Reimer hatte zwischenzeitlich das 2:1 für die DEG erzielt. Dabei nahm er es mit drei Berliner gleichzeitig auf und überraschte den Berliner Torhüter Rob Zepp mit einem Schuss aus der Drehung auf dem falschen Fuß (11.).
Offensiv spielte die DEG heute eine effektive Partie. Die Eisbären machten über weite Strecken das Spiel, scheiterte aber regelmäßig an Bobby Goepfert. Die Rheinländer hingegen nutzten die wenigen Chancen eiskalt. Im Mittelabschnitt zunächst in Person von Evan Kaufmann, der bei doppelter Überzahl die Berliner Verteidiger umkurvte und zum 3:2 traf (32.). Die Berliner fanden bei eigener Überzahl recht schnell eine Antwort und konnten durch Jonathan Sim zum 3:3 (35.) ausgleichen. Auch hier trat die Düsseldorfer Verteidigung zu passiv auf. Nachdem Goepfert die Scheibe nur prallen lassen konnte, kam dem Torhüter niemand zur Hilfe. Sim traf schließlich mit dem dritten Nachschuss. Als die Eisbären bei eigenem Powerplay eine Minute vor Schluss des zweiten Abschnitts scheinbar schon mit der Pause beschäftigt waren, traf Connor James zum 4:3 (40.).
Das Team von Ex-DEG-Trainer und Tomlinson-Mentor Don Jackson biss sich im Schlussdrittel die Zähne an der DEG aus. Jackson ließ seine Wut schließlich an den Schiedsrichtern aus. Als die beiden Spielleiter Andy Roach unter die Dusche schickten, hätte den Eisbären eigentlich eine fünfminütige Überzahl zugestanden, doch der Eisbären-Coach war so aufgebracht, dass er Schiedsrichter Brüggemann wütend beschimpfte und dafür eine zweiminütige Bankstrafe kassierte. So verblieben von der Roach-Strafe lediglich drei Minuten Powerplay. Vielleicht zwei entscheidende Minuten, die dem Berliner Team am Ende für den Ausgleich fehlten.
Am Freitag steht für die DEG direkt der nächste schwere Brocken auf dem Programm. Bei den Adler Mannheim (Spielbeginn: 19:05 Uhr, live auf Sky) geht es um weitere wichtige Punkte für die direkte Play-Off-Qualifikation. Das nächste Heimspiel findet am Karnevalssonntag statt. Dann sind die Augsburger Panther zu Gast im ISS Dome (Spielbeginn: 18:30 Uhr). Für die Panther sind nach einem Zwischentief wieder bis auf vier Punkte an die DEG herangerückt.
