DEG gleicht gegen undisziplinierte Panther aus

Der Düsseldorfer EG gelang am Freitagabend der 1:1-Ausgleich nach Siegen in der Play-Off-Viertelfinalserie gegen die Ingolstadt Panther. Doch der 5:1-Erfolg wurde von Bobby Goepferts Verletzung und einigen unschönen Szenen der sich als schlechte Verlierer präsentierenden Gäste überschattet.

Foto: Jessica van der Sande

Foto: Jessica van der Sande

Die 5.184 Besucher des Düsseldorfer ISS Dome sahen eine von Beginn an hellwache DEG. Bereits nach etwas mehr als drei Minuten musste Panther-Torhüter Ian Gordon das erste Mal hinter sich greifen. Patrick Reimer hatte nach Vorarbeit von Daniel Kreutzer eingenetzt. Weitere Möglichkeiten folgten. Andy Roachs Lattenkracher wurde nach Videosichtung der Schiedsrichter Lars Brüggemann und Richard Schütz nicht gegeben. Auf der Gegenseite eine ähnliche Szene, aber auch hier entschieden die Referees, dass der vermeintliche Treffer nicht zählte.

Die DEG hielt das Tempo hoch und war auch im Mittelabschnitt frühzeitig erfolgreich. Justin Kelly machte den Weg für Adam Courchaine frei, der die Scheibe zum 2:0 versenkte (23.). In der 31. Minute dann große Aufregung, als DEG-Torhüter Bobby Goepfert verletzt vom Eis musste. Zuvor hatte es bereits mehrere Attacken auf den Amerikaner gegeben, doch dieses Mal war mit DEG-Verteidiger Andy Hedlund ein Düsseldorfer verantwortlich. Hedlund hatte Jeff Likens in Goepfert geschoben, der sich am Rücken verletzte und nicht weiterspielen konnte. Nach letzten Informationen hat sich Goepfert eine Prellung im unteren Rückenbereich zugezogen und kann unter Umständen am Sonntag wieder spielen. Da Jean-Sebastien Aubin als überzählige Ausländerlizenz nicht auf der Bank saß, kam Youngster Felix Bick zu seinem ersten DEL-Play-Off-Einsatz. Und er sollte seine Sache gut machen.

Kurz vor Ende des zweiten Drittels schlug die DEG doppelt zu. Erst erzielte Kapitän Daniel Kreutzer seinen ersten Powerplay-Treffer der Saison bei doppelter Überzahl (39.), bevor Ben Gordon eine Sekunde vor der Pausensirene auf 4:0 erhöhte. Diesen Schwung nahm die DEG erneut mit in den Schlussabschnitt. So markierte Patrick Reimer erneut in Überzahl bereits nach 99 Sekunden das 5:0. Es folgten weitere unsaubere Szenen der Gäste, die heute klar machten, dass sie an einem Fairplay-Preis kein Interesse hatten. Tyler Bouck trat dem am Boden liegenden Simon Danner ins Gesicht und durfte dafür frühzeitig Duschen gehen. Ob Bouck in dieser Serie noch einmal spielen wird, entscheiden die Verantwortlichen der Deutschen Eishockey Liga. Nur drei Minuten später kassierte Michael Waginger eine zehnminütige Disziplinarstrafe wegen eines Checks gegen Kopf und Nacken.

Doch damit nicht genug, weitere unsaubere Szenen der Gäste folgten. Die DEG ließ das nicht auf sich sitzen. Zwei Minuten vor dem Ende gerieten daher Justin Kelly und Jeremy Reich aneinander, 47 Sekunden vor Schluss trat Andy Hedlund im Faustkampf gegen Prestin Ryan an und nur sieben Sekunden danach machten es Jason Holland und Timothy Hambly aus. Alle Beteiligten erhielten jeweils 2+2+10 Strafminuten.

Ganz nebenbei hatte Derek Hahn in der 55. Minute in Unterzahl den 5:1-Endstand erzielt. Die DEG gleicht die Serie aus. Die nächste Partie am Sonntag in Ingolstadt (Spielbeginn: 14:30 Uhr) verspricht nicht nur wegen des DEG-Sieges hitzig zu werden. 147 Strafminuten am heutigen Abend (DEG 48, Ingolstadt 99) könnten dann sicherlich wieder drin sein. Die DEG ist allerdings gut beraten, sich nicht von den Ingolstädtern provozieren zu lassen und ihr derzeit erfolgreiches Eishockey weiter durchzuziehen.

Die Ergebnisse der anderen DEL-Viertelfinalserien:
Kölner Haie – Eisbären Berlin 2:4 (Serie 0:2) (bereits am Donnerstag)
Hamburg Freezers – Adler Mannheim 1:8 (Serie 0:2)
Straubing Tigers – Grizzly Adams Wolfsburg 7:0 (Serie 2:0)