Dämpfer gegen Wolfsburg

Die DEG verpasste am Sonntagabend die Chance am kommenden Wochenende die direkte Play-Off-Qualifikation aus eigener Kraft schaffen zu können. Nach der 2:5-Niederlage gegen die Grizzly Adams Wolfsburg muss das Team von Jeff Tomlinson auf einen Ausrutscher der Straubing Tigers oder der Hamburg Freezers hoffen, um bei eigenen Siegen die Pre-Play-Offs zu vermeiden.

Foto: Kevin Uertz

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Mit großen Hoffnungen waren die 4.744 Zuschauer am heutigen Abend in den ISS Dome gekommen. Hatte die DEG doch die Möglichkeit einen direkten Play-Off-Platz zu sichern, nachdem die Straubing Tigers am Nachmittag im Heimspiel gegen Augsburg gepatzt hatten. Doch auch das Team um Kapitän Daniel Kreutzer sollte am Ende als Verlierer vom Eis gehen. Dabei begann das Spiel recht ansehnlich. Beide Teams lieferten sich eine schnelle und attraktive Partie. Dennoch stand es am Ende des ersten Drittels 0:2, da die Gäste durch Norm Milley und John Laliberte einen Doppelschlag innerhalb von 40 Sekunden (18. Minute) nutzen konnten.

Auch der Start in den Mittelabschnitt ging in die Hose. Sebastian Furchner erzielte mit einem Bauerntrick bereits nach 38 Sekunden das 0:3. Doch die DEG ließ sich nicht hängen und kam noch einmal zurück in die Partie. Als Tyler Beechey in der 27. Minute auf 1:3 verkürzte, schien die Partie kurzfristig kippen zu können. Die DEG erspielte sich beste Chancen. Patrick Reimer scheiterte mit der besten Möglichkeit am Pfosten. Als in der 35. Minute mit Derek Dinger und Evan Kaufmann zwei Düsseldorfer Spieler auf der Strafbank saßen, stellte Kai Hospelt den alten Abstand wieder her und machte damit klar, dass für die DEG am heutigen Abend nichts zu holen war.

Im Schlussabschnitt trafen zunächst wieder die Gäste aus Niedersachsen, allerdings war dabei ein regelwidrig hoher Stock im Spiel, so dass das Schiedsrichterduo Roland Aumüller und Lars Brüggemann den Treffer nicht anerkannten. In der 51. Minute machte David Laliberté dann allerdings endgültig den Deckel drauf. Daniel Kreutzers Ehrentreffer zum 2:5 kurz vor Schluss war nur noch Ergebniskosmetik.

Trotz der Niederlage hätte man vor dem Wochenende sicherlich mit drei Punkten aus den beiden Spielen gegen die Eisbären Berlin und die Grizzly Adams Wolfsburg zufrieden sein können. Doch zeigte die DEG nach der tollen Leistung am Freitag in Berlin heute wieder alte Schwächen. Sowohl die oftmals gravierende Passivität in der Defensive sorgt immer wieder für Gegentreffer in dieser Saison. Dazu bleiben zu viele Überzahlspiele ungenutzt.

Die Augen der DEG werden sich am Dienstagabend nach Hannover richten, wenn die Straubing Tigers bei den Scorpions zum Nachholspiel antreten (live auf Eurosport, Spielbeginn 19:30 Uhr). Sollten die Tigers in der Partie keine Punkte mitnehmen, hat das Team von Jeff Tomlinson die direkte Play-Off-Qualifikation weiterhin selbst in der Hand. Mit den Kölner Haien kommt am Freitag (Spielbeginn: 19:30 Uhr) allerdings das Team der Stunde in den ISS Dome. Die Haie haben ihre letzten vier Spiele gewonnen, darunter Siege gegen die Eisbären Berlin und die Adler Mannheim eingefahren. Am Sonntag geht es für die DEG zu den Augsburger Panthern, wo die endgültige Entscheidung fallen wird, ob die Düsseldorfer in die Pre-Play-Offs müssen oder sich direkt fürs Viertelfinale qualifizieren.

Foto: Kevin Uertz [ K-U ] Photography