Billardtreffer sorgt für Niederlage in Krefeld

Die große Show des NHL-Gastspielers Christian Ehrhoff blieb am Sonntagnachmittag im Straßenbahnduell der Düsseldorfer EG bei den Krefeld Pinguinen aus, dennoch konnte der Verteidiger der Buffalo Sabres seinen ersten Treffer der Saison erzielen. Ein kurioser Treffer im Mittelabschnitt brachte die DEG auf die Verliererstraße.
Foto: Brehmstrasse Nord

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Man mag ja von Pre-Game-Shows halten was man will, aber in Krefeld hat man es im Gegensatz zu vielen anderen DEL-Standorten begriffen, einen guten Mix aus Show und Einbindung der Zuschauer zu schaffen. Der Wechsel zwischen Stadionsprecher Kristian Lach und den Show-Elementen ist passend, kurzweilig und dadurch kaum langatmig. Vielleicht kann sich DasEventwerk da mal Anregungen holen. Die Show im ISS Dome zieht sich doch ziemlich in die Länge.

Leider war Kristian Lach heute eher versessen darauf, das ZDF für seine Anwesenheit zu feiern, wodurch die Derbystimmung etwas in den Hintergrund geriet. Immerhin belohnte NHL-Gastspieler Christian Ehrhoff das Bitten der 6.572 Zuschauer um sein erstes Tor für den KEV bereits nach 81 Sekunden. Calle Ridderwall verlor die Scheibe im eigenen Drittel, ein Fehler der bereits in Köln für zwei Gegentore sorgte. Francois Methot nutzte den Düsseldorfer Fehler und legte für den NHL-Import auf.

Kurioser Treffer bringt die DEG in Rückstand

Immerhin kam die Düsseldorfer EG nach etwa fünf Minuten besser ins Spiel. Travis Turnbull in Überzahl und Niki Mondt per Pfostenschuss schafften es allerdings nicht, das Spiel zu drehen. Besser gelang es dann Drew Paris in 23. Minute. Sein Schuss von außen schlug hinter KEV-Torhüter Scott Langkow ein. Sieben Minute später war es aber erneut ein individueller Fehler, der den Gastgebern in die Karten spielte. Henry Martens verpasste die Möglichkeit bei einem Entlastungsangriff die Scheibe tief zu spielen, wodurch Klöpper zum Konter ansetzen konnte. Der von Bobby Goepfert hochgeprallte Puck sprang in der Luft vors Düsseldorfer Tor, Andreas Martinsen versuchte die Scheibe irgendwie unter Kontrolle zu bringen, doch schließlich landete der Puck doch im Tor. Wahrscheinlich fällt so ein Tor nur in einem von zehn Fällen.

Die Düsseldorfer EG antwortete mit einigen ansehnlichen Angriffen, besonders über die Reihe Bostrom, Turnbull und Ridderwall, blieb aber im ohne weiteren Torerfolg. Bezeichnenderweise lieferte das Zwischenergebnis aus der Krefelder Grotenburg das Highlight des Schlussdrittels, als die 5:0-Führung des fünftklassigen KFC Uerdingen gegen TURU Düsseldorf durchgegeben wurde. Die Vorentscheidung für die Pinguine fiel knapp fünfeinhalb Minuten vor Schluss, als Marc Zanetti für zweimal zwei Minuten auf die Strafbank geschickt wurde. Die DEG überstand die lange Unterzahl, am Ende fehlte aber die Zeit.

Am Dienstag gegen die Ex-DEG’ler

Erneut entschieden also individuelle Fehler und ein wenig Pech, besonders beim 2:1, über Punktverluste der Düsseldorfer EG. Zudem spielte die DEG in beiden Derbies deutlich weniger körperbetont, vermutlich um weiteren längeren Strafen aus dem Weg zu gehen. Man darf gespannt sein, wie sich die Spielweise ändert, wenn wieder alle Spieler spielberechtigt sind und ob Trainer Christian Brittig den jungen Spielern die Fehler austreiben kann.

Am Dienstag steht das dritte von fünf aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen auf dem Programm. Bei den Nürnberg Ice Tigers treffen die „jungen Wilden“ auf die Außenstelle Düsseldorf, immerhin wechselten Evan Kaufmann, Marco Nowak, Patrick Reimer, Connor James, sowie die Trainer Jeff Tomlinson und Tray Tuomie im Sommer nach Nürnberg. Immerhin weiß man da, dass die Gegenspieler mit Körperspiel nicht zurechtkommen, denn das war eines der großen Probleme in den letzten Jahren bei der DEG.