Die Düsseldorfer EG startet am Freitag mit dem Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters in die neue Saison. Im ISS Dome gibt es dann das neue DEG-Fan-TV zu sehen. Heute wurden Konzept und Moderator vorgestellt. Neben den letzten Neuerungen bei der DEG hat auch die Deutsche Eishockey Liga einige Neuerungen über den Sommer ausgearbeitet.
Das neue DEG-Fan-TV wird erstmals am beim Saisonauftakt am kommenden Freitag, 14. September 2012 (19:30 Uhr), gegen die Iserlohn Roosters zum Einsatz kommen. Moderiert wird das Stadionprogramm von André Scheidt, der durch seine Tätigkeit als Stadionsprecher bei Fortuna Düsseldorf bekannt wurde. Das Fan-TV soll vor dem Spiel, während der Pausen und bei den neueingeführten Powerbreaks zum Einsatz kommen. Dabei werden interessante Geschichten, harte Fakten und amüsante Anekdoten, sowie spannende Interviews, bei denen auch die Fans zu Wort kommen sollen, präsentiert. „Durch einen ergänzenden Moderator zusätzlich zu Stadionsprecher Volker Boix erhofft sich die Düsseldorfer EG eine stärkere Einbindung der Fans bei den Heimspielen im ISS Dome“, erklärt die DEG in der entsprechenden Pressemeldung.
Neuerungen in der Deutschen Eishockey Liga
Zur 19. Saison der Deutschen Eishockey Liga werden zudem, fast schon traditionell, einige Neuerungen eingeführt. Die im Sommer viel thematisierten Ablösung des Pay-TV-Senders Sky durch den Free-TV-Sender Servus TV bringt das deutsche Eishockey wieder kostenlos auf die deutschen Fernsehschirme, dafür werden allerdings nur noch die Sonntagsspiele übertragen. Das Freitagsspiel übernimmt jeweils das Internetportal laola1.tv. Dennoch dürfte die Reichweite durch die Free-TV-Übertragungen steigen und mit dem Magazin Servus Hockey Night kompakt (erstmals am 14.9. um 23:15 Uhr), bei dem möglichst alle Partien des Spieltags zusammengefasst werden sollen, dürfte der Eishockeysport deutlich attraktiver im deutschen Fernsehen platziert sein.
Die erst in der vergangenen Woche bekanntgegebene Einführung der „Powerbreaks“ wurde unter Eishockeyfans deutlich kritischer diskutiert. Jeweils bei der ersten Spielunterbrechung nach mindestens acht Spielminuten in einem Drittel wird es eine 90-sekündige Unterbrechung geben. Dies hat vor allem wirtschaftliche Hintergründe, da in dieser Zeit sowohl den Vereinen in den Hallen, als auch dem TV-Sender ein Werbeblock ermöglicht wird. Die Meinungen unter den Fans gingen weit auseinander.
Alle Spiele der Saison werden von vier Unparteiischen geleitet. Die DEL ist der Meinung, dass sich dieses mehrfach getestete System in den vergangenen Jahren durchgesetzt hat. Bei Checks gegen den Kopf leitet die Liga künftig automatisch Ermittlungsverfahren ein, die zu härteren Strafen führen sollen. Härter bestraft werden sollen auch Torhüter, die ihre Ausrüstung regelwidrig manipulieren. Nach einer 2.000 Euro Geldstrafe für ein erstmaliges Vergehen, wird der entsprechende Tohüter bei Wiederholung sowohl mit 10.000 Euro, sowie einer Sperre von zehn Spielen bestraft.
Weniger Ausländerlizenzen
Die gravierendste Änderung ist die Reduzierung der Kontingentstellen. Ab der Saison 2012/2013 dürfen pro Spiel nur noch maximal neun Ausländer zum Einsatz kommen. Insgesamt hat jeder Club die Möglichkeit bis zu elf Ausländerlizenzen während der gesamten Saison zu vergeben, eine weniger als im Vorjahr. Zudem muss jeder Club zwei Spieler unter 20 Jahren unter Vertrag haben. „Das Alter für die Nachwuchsspieler wurde von 22 auf 20 gesenkt, die Clubs sollen mehr Wert auf die jungen Jahrgänge legen“, erklärt DEL-Spielleiter Jörg von Ameln. Ob die Spieler neben der Juniorenbundesliga und der Deutschen Nachwuch Liga (DNL) aber auch in der DEL zum Einsatz kommen würden, darf besonders bei den Top-Vereinen der Liga bezweifelt werden.
Der Transferschluss für die Deutsche Eishockey Liga ist der 31. Dezember 2012. Danach können liga-intern keine Wechsel mehr erfolgen. Externe Spieler können bis zum internationalen Transferschluss am 31. Januar 2013 bzw. der Wechselfrist für Spieler aus unterklassigen deutschen Ligen, dem 15. Februar 2013, unter Vertrag genommen werden.
