Durch einen furiosen Schlussspurt und drei Tore innerhalb von 51 Sekunden gewann die Düsseldorfer EG am Freitagabend die Partie bei Tabellenführer Eisbären Berlin mit 2:5. Mit dem Sieg wahrt die DEG die Chance auf die direkte Play-Off-Qualifikation und steht aktuell auf dem fünften Tabellenplatz.
Aus Verbundenheit zur DEG schlüpfte Eisbären-Manager Peter-John Lee vor der Partie noch einmal in das rot-gelbe Trikot und machte in der Eisbären-Fankurve Werbung für die „Alles-aus-Liebe“-Trikots der Toten Hosen und der DEG. Zu Spielbeginn legte Lee das DEG-Jersey wieder ab und sah bereits nach 106 Sekunden das 1:0 für das Team aus der Hauptstadt. Darin Olver hatte den Tabellenführer in Front gebracht. Das erste Powerplay der DEG in der 6. Minute sorgte allerdings für den zügigen Ausgleich der DEG, als Ben Gordon die Scheibe im Berliner Tor versenken konnte. Es entwickelte sich eine offene und unterhaltsame Partie vor 14.200 Zuschauern. Die Berliner Möglichkeiten vereitelte aber häufig der wieder einmal stark aufspielende Bobby Goepfert.
Die DEG hatte sich viel vorgenommen. Patrick Reimer verkündete vor der Partie, dass es vielleicht das letzte Spiel für einige DEG Akteure gegen die Eisbären sei und man daher unbedingt den Tabellenführer schlagen wolle. Dies zeigten die Düsseldorfer Spieler auch und erspielten sich viele gute Chancen. In der 32. Minute brachte Tyler Beechey die DEG dann erstmals in Führung. Knapp sechs Minuten vor Ende des Spiels erzielte Tyson Mulock den Ausgleich für die Eisbären und es drohte, wie so oft in Berlin, der Punktverlust. Doch der Wille des DEG Teams war ungebrochen. Patrick Reimer (57.), Andy Hedlund (58.) und Connor James (58.) stürzten den Tabellenführer mit ihren Treffern von der Spitze und katapultierten die DEG auf Platz 5.
„Das fühlt sich unglaublich gut an. Es war der einzige Platz, wo ich noch nicht gewonnen hatte. Die Eisbären hatten die besseren Chancen, aber wir haben unsere besser genutzt“, strahlte DEG-Trainer Jeff Tomlinson nach der Partie. Am Sonntag ist mit den Grizzly Adams Wolfsburg ein weiteres Spitzenteam im ISS Dome zu Gast (Spielbeginn: 19:15 Uhr). Die DEG könnte bei drei Siegen aus den letzten drei Spielen und erneuten Niederlagen der Adler Mannheim sogar noch auf Platz 4 rücken und damit sogar das Heimrecht im Viertelfinale sichern. Erst einmal wird der Blick der DEG Verantwortlichen aber auf Straubing und Hamburg bleiben, um den fünften oder sechsten Tabellenplatz für die direkte Play-Off-Qualifikation zu festigen.
