DEG-Absage an russische KHL

Nach Gerüchten um einen möglichen internationalen Eishockeystandort in Düsseldorf hat DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp den russischen KHL-Planern eine Absage erteilt, sich aber für das ehrenvolle Angebot bedankt und eine mögliche Zusammenarbeit in anderer Form offen gehalten.

Foto: Kevin Uertz

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Im Verlauf des gestrigen Freitags machte in Düsseldorf das Gerücht die Runde, dass die DEG in Zukunft von einer Holding mehrerer russischer Energieunternehmen in ein mögliches KHL-Team am Standort Düsseldorf eingebunden werden könnte. Es wurde spekuliert, dass die DEG Eishockey GmbH weiterhin in der Deutschen Eishockey Liga starten, dabei aber als Farmteam für das KHL-Team dienen solle. Im KHL-Team wiederum sollten die besten deutschen Eishockeyspieler in der russisch-europäischen Kontinentalliga – dem Gegenstück zur nordamerikanischen NHL – antreten.

DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp äußerte sich am gestrigen Abend per Pressemitteilung wie folgt:

Die DEG dankt für das ehrenvolle Angebot der russischen Delegation und die Einladung in die KHL. Wir verbinden diesen Dank mit der besonderen Wertschätzung für unsere russischen Gesprächspartner, die wir als kompetente und seriöse Initiatoren für attraktives Eishockey kennengelernt haben. Das Angebot zeugt von der besonderen Attraktivität der DEG und der der Anziehungskraft der rheinischen Metropole Düsseldorf.

Wir sind allerdings überzeugt, dass sich die DEG auch ohne die Schubkraft der KHL erfolgreich entwickeln wird – in der Deutschen Eishockey Liga. Wir wollen deshalb zu jetzigen Zeitpunkt auf das Angebot nicht eingehen.

Wenn wir für die KHL ein interessanter Partner sind, sollte dies umso mehr für unser heimisches Umfeld gelten. Trotz dieser Absage sind wir außerdem daran interessiert, die Partnerschaft zu unseren russischen Gesprächspartnern weiter zu entwickeln. Vielleicht gibt es noch die Chance auf eine zukünftige Zusammenarbeit.

Damit dürften Planungen in diese Richtung zunächst vom Tisch sein. Für viele Fans schien die Geschichte von Beginn an eher utopisch. Bei „Brehmstrasse Nord“ fragten viele Düsseldorfer Anhänger, ob es sich bei der Geschichte um einen Aprilscherz handeln würde. Insbesondere die Frage nach den Zuschauern für zwei Eishockey-Teams in Düsseldorf tauchte häufig auf, denn der DEG allein fällt es äußerst schwer jede Woche mehr als 4000-5000 Zuschauer für den Sport zu begeistern.

Am morgigen Sonntag tritt die Düsseldorfer EG bei den Thomas Sabo Ice Tigers in Nürnberg an (Spielbeginn: 14:30 Uhr). Das Team von Trainer Jeff Tomlinson wird dabei von ca. 500 Fans in einem Sonderzug ins Frankenland begleitet. Die Rückfahrt werden die Eishockeyprofis gemeinsam mit den Fans antreten.

Foto: Kevin Uertz [ K-U ] Photography