Die DEG machte am Sonntagnachmittag das 6-Punkte-Wochenende perfekt. Nach dem 2:4 Auswärtssieg im Rheinischen Derby bei den Kölner Haien zog die DEG in der Tabelle mit den Domstädtern gleich. Matchwinner der Partie war Adam Courchaine mit zwei Treffern.
Vor mehr als 18.000 Zuschauern in der Kölner Lanxess Arena begannen beide Teams zunächst recht defensiv. Beide Trainer setzten scheinbar darauf, möglichst nicht das erste Gegentor zu kassieren. Nachdem die Haie in den ersten 10 Minuten etwas mehr Druck auf das Düsseldorfer Tor ausübten, wagte sich das Team von Jeff Tomlinson im weiteren Verlauf mehr und mehr in die gegnerische Zone. Dennoch blieb der erste Spielabschnitt torlos.
Das zweite Drittel sollte da weitaus mehr Highlights liefern. 95 Sekunden waren gespielt, da hämmerte Adam Courchaine die Scheibe zum 0:1 in die Maschen des Kölner Gehäuses. Kurz darauf wieder Tor für die DEG. Patrick Reimer hatte sich mit einer sensationellen Einzelleistung freigespielt und schob den Puck ins Tor. Allerdings war Daniel Kreutzer in den Torraum geschoben worden und versuchte mit aller Kraft wieder heraus zu kommen. Nach Videostudium entschied sich Schiedsrichter Georg Jablukov, das Tor nicht zu geben. Unverständlich, da Kreutzer Torhüter Ziffzer nicht behinderte. Wenige Minuten später der nächste Videobeweis. Wieder jubelten die Düsseldorfer Spieler. Doch der Schuss von Connor James prallte von der Latte an den Pfosten und war zu keiner Zeit hinter der Linie.
In der 31. Minute kam James allerdings doch zu seinem Torerfolg. Nach Querpass von Andy Roach erhöhte der DEG-Angreifer auf 0:2. Knapp drei Minuten später saß Jablukov erneut vor dem Bildschirm. Jason Jaspers hatte die Scheibe vors Düsseldorfer Tor gebracht. Er selbst und Mitspieler Matt Pettinger rutschten in den Torraum und behinderten Bobby Goepfert, wobei die Scheibe von Pettingers Bein ins Tor sprang. Jablukov gab den Treffer und gab damit Raum zur Diskussion, denn dann hätte der nichtgegebene Treffer von Reimer wohl auch zählen müssen.
Die DEG ließ sich von der Entscheidung nicht aus der Bahn werfen und legte im Schlussdrittel nach. Adam Courchaine, der in der 48. Minute die gesamte Kölner Hintermannschaft alleine austanzte und Ben Gordon mit einem satten Schuss ins Kölner Gehäuse in der Folgeminute, brachten mit dem 1:4 die Vorentscheidung für die DEG. Philip Gogulla machte es allerdings in der 53. Minute noch einmal spannend, als er im Powerplay das 2:4 erzielen konnte. Trotz erneuter Überzahl und 6 gegen 4 auf dem Eis, rettete die DEG den Sieg mit einer tollen kämpferischen Leistung über die Zeit.
Am Freitag geht es direkt weiter mit dem Straßenbahnderby gegen die Krefeld Pinguine im Düsseldorfer ISS Dome (19:30 Uhr).
