Nachdem im Laufe der Woche einige Personalien bei der DEG geklärt wurden und der Neuanfang verkündet wurde, schienen auch die Spieler der DEG am Freitagabend wieder freier im Kopf. Mit 4:0 fertigte das Team von Jeff Tomlinson die Hamburg Freezers ab, sorgten damit für Bobby Goepferts dritten Shutout in dieser Saison und zeigten sich in guter Verfassung vor dem rheinischen Derby am Sonntag.
Bereits nach zwei Minuten kam Stimmung auf unter den 4.457 Zuschauern im ISS Dome. Derek Dinger hatte sich den Hamburger Aleksander Polaczek gepackt und teilte mächtig aus. Ausgangspunkt war wohl der ungestrafte Check von Hinten im Auswärtspiel der DEG bei den Freezers, mit dem Polaczek den Düsseldorfer Verteidiger im Dezember für einige Spiele außer Gefecht gesetzt hatte. Böse Stimmen würden behaupten, dass die Boxeinlage auch ein Zeichen dafür war, dass die Spieler nach der Vertragsauflösung von Lance Nethery nun wieder von der Leine gelassen werden. Immerhin war Nethery dafür bekannt, dass er Spieler, die viele Strafminuten kassierten, schnell aus dem Kader aussortierte.
Eishockey spielten beide Teams auch noch. Die DEG überzeugte dabei mit einer besser auftretenden Defensive und konnte nach dem 1:0 durch Simon Danner in der 14. Minute mit einer Führung in die erste Pause gehen. Dennoch blieb die Partie offen. Ein wieder einmal glänzend aufgelegter Bobby Goepfert wusste die Hamburger Angriffe aber zu unterbinden. Seine Vertragsverlängerung in dieser Woche dürfte ein wichtiger Grundstein für den Kader der kommenden Saison gewesen sein. In der 36. Minute legte die DEG dann nach. Patrick Reimer mit einem Zuckerpass auf Daniel Kreutzer, der auf 2:0 erhöhen konnte. Ex-DEG-Angreifer Rob Collins traf Sekunden vor der zweiten Sirene noch den Innenpfosten.
Mit einem 2:0 im Rücken spielt es sich dann auch gleich leichter. Als Marco Nowak in der 42. Minute auf der Strafbank Platz nahm, kamen nicht etwa die Gäste zum Anschluss, sondern die DEG traf in Person von Evan Kaufmann im Unterzahl zum 3:0. Die Fans im ISS Dome belohnten die Leistung mit „Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere DEG nicht“ Gesängen: „Alles, alles geht vorbei, doch wir bleiben treu!“ Im Powerplay lief es dann plötzlich auch. Andy Roach traf in der 51. Minute zum 4:0. Fünf Minuten vor dem Ende wollte dann auch Marco Nowak seine Kampfqualitäten präsentieren, geriet dabei allerdings an zwei Gästespieler. Warum Schiedsrichter Willi Schimm lediglich Ryan Stone mit der gleichen Strafe (2+2+10), wie Nowak, vom Eis schickte und Thomas Oppenheimer trotz fallen gelassener Handschuhe nicht raus musste, wird sein Geheimnis bleiben. Dennoch zeigte die Aktion den Willen der DEG den Play-Off-Kampf anzunehmen.
Am Sonntag steht das rheinische Derby bei den Kölner Haien (Spielbeginn: 16:30 Uhr) auf dem Programm. Die DEG kann mit einem weiteren Sieg das Ziel „direkte Play-Off-Qualifikation“ wieder greifbarer machen.
