Verlängerungsniederlage nach fragwürdiger Strafe

Ohne den verletzten Bobby Goepfert unterlag die Düsseldorfer EG am Sonntagnachmittag beim ERC Ingolstadt mit 3:2 nach Verlängerung. Ersatzmann Jean-Sébastien Aubin fand vor allem gegen Ende zu alter Form zurück und war ein sicherer Rückhalt für die DEG. Am Ende sorgte eine fragwürdige Strafe und der anschließende Überzahltreffer der Gastgeber die Partie.

Foto: Kevin Uertz

Foto: Kevin Uertz

Nach dem intensiven zweiten Spiel am vergangenen Freitag konnten sich die 4.520 Zuschauer in der Ingolstädter Arena auf eine kampfbetonte Partie freuen. Von Beginn an ging es auf und ab, leider gebremst von den übermotivierten Schiedsrichtern Christian Oswald und Daniel Piechaczek, die innerhalb der ersten vier Spielminuten gleich drei Düsseldorfer mit kleinlichen Entscheidungen vom Eis schickten. Thomas Greilinger nutze die daraus resultierende doppelte Überzahl in der 5. Minute zum 1:0. Bobby Goepferts Ersatzmann Jean-Sébastien Aubin konnte den Rückstand nicht verhindern. Die DEG aber kam zurück. Weiterhin in Unterzahl trat Daniel Kreutzer einen Konter an, bediente Evan Kaufmann, der zum Ausgleich einschob. Die erste eigene Überzahlsituation vollendete Andy Hedlund in der 11. Minute zur 1:2-Führung, nachdem erneut Daniel Kreutzer mit viel Übersicht vorbereitet hatte.

Im Mittelabschnitt stand weiter DEG-Torhüter Aubin im Fokus. Ingolstadt drängte auf den Ausgleich, blieb aber lange ohne Erfolg. Die Düsseldorfer Offensive scheiterte auf der Gegenseite ebenfalls mehrfach an Markus Janka, der Stammtorhüter Ian Gordon heute den Platz weggeschnappt hatte. In der 34. Minute rächte sich dann aber doch wenige Spielpraxis für Jean-Sébastien Aubin in den vergangenen Wochen. Bei Joe Motzkos Handgelenksschuss schätze der Kanadier den Schuss falsch ein und griff daneben.

Seinen Fehler machte Aubin aber mehrfach wieder gut, als er im dritten Spielabschnitt immer besser wurde.  15 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit hielt er wie zu besten Zeiten gegen den einschußbereiten Prestin Ryan, der gar nicht glauben konnte, dass Aubin seinen Schoner noch in die freie Ecke gebracht hatte. Die DEG vergab zuvor einige gute Möglichkeiten und hätte die Partie für sich entscheiden können.

In der Verlängerung wollten beide Teams früh den entscheidenden Treffer erzielen. Auf beiden Seiten ergaben sich beste Tormöglichkeiten. Für die Entscheidung sorgten aber schließlich die Schiedsrichter. Direkt neben dem vermeintlichen Foulspiel von DEG-Verteidiger entschied der dort stehende Referee auf weiterspielen, doch der weit entferntere zweite Schiedsrichter entschied auf Strafe gegen die DEG. Ingolstadt nahm eine Auszeit und traf nach nur 22 Sekunden Powerplay durch Thomas Greilinger zum 3:2 (69.).

Ingolstadt führt nun mit 2:1 nach Siegen in der Best-of-Seven-Serie. Die DEG kann am Mittwoch in eigener Halle (Spielbeginn: 19:30 Uhr) wieder ausgleichen, muss aber mindestens ein Auswärtsspiel gewinnen, um ins Halbfinale einzuziehen.

Die Ergebnisse der anderen DEL-Viertelfinalserien:
Eisbären Berlin – Kölner Haie 3:1 (Serie 3:0)
Adler Mannheim – Hamburg Freezers 1:2 (Serie 2:1)
Grizzly Adams Wolfsburg – Straubing Tigers 1:3 (Serie 0:3)

Foto: Kevin Uertz [ K-U ] Photography

Author: Christian Hansen

Christian Hansen ist einer der Gründer und Betreiber von neunzehn35.de.

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